Grippeschutzimpfung bleibt der beste Schutz

 %-ILI-Raten (influenza-like illness, grippeähnliche Erkrankungen), 2015 und Vorjahre. Quelle: RKI

%-ILI-Raten (influenza-like illness, grippeähnliche Erkrankungen), 2015 und Vorjahre. Quelle: RKI

18.000 Deutsche hat es schon erwischt: Fieber, Schlappheit, Kopfweh. Die aktuelle Grippewelle mit 6.200 neuen Fällen in einer Woche (7. Kalenderwoche 2015) befeuert die Diskussion um den Sinn der Grippeschutzimpfung. Auch weil die Impfung dieses Jahr schlecht schützt, steht der Höhepunkt der Grippewelle noch bevor.

Die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) und das Robert-Koch-Institut (RKI) gehen davon aus, dass der Impfschutz in diesem Jahr nicht vollständig wirken könnte. Dennoch bleibe die Impfung der beste Grippeschutz.

Schon seit einigen Wochen gibt es immer wieder Meldungen, der aktuelle Grippe-Impfstoff entfalte nicht seine volle Wirkung. Entsprechende Zahlen stammen aus den USA, Kanada und Großbritannien. Die AGI bestätigt, es müsse mit einer verringerten Wirkung der Grippeschutzimpfung gerechnet werden. Dennoch bleibe die Impfung die beste Form der Gesundheitsvorsorge.

Eingeschränkte Wirkung gegen Influenza-Virus H3N2

Grund für die möglichen Einbußen des Grippeschutzes ist ein Subtyp des Influenza-A-Virus, der Subtyp H3N2. Dieser Subtyp ist im Impfserum enthalten, hat sich aber seit Produktionsbeginn vor einigen Monaten leicht verändert.

Daher schützt die Impfung nicht zuverlässig vor Infektionen mit diesem Influenza-Untertyp. Gegen alle anderen bekannten Virustypen ist der Schutz nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Influenza aber zuverlässig.


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Grippe regionale Verteilung KW7 2015 RKI

Regionale Verteilung der GrippeinfektionenKW/ 2015. Quelle: RKI

Bislang 18.000 Grippefälle

Seit Beginn der Grippewelle 2015 sind etwa 18.000 Grippefälle gemeldet. Besonders betroffen sind unter anderem Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen.

Die aktuelle Zahl der Infektionen erlaubt nach Expertenangaben keine Prognose über den Verlauf der Grippewelle. Meldungen über eine bevorstehende starke Grippewelle 2015 dürfen daher als unseriös bezeichnet werden. Der Verlauf lasse sich nicht vorhersagen, so die AGI.

Impfverhalten beeinflusst Grippewelle

Allerdings habe das Impfverhalten einen deutlichen Einfluss auf den Verlauf der Grippewelle. Aktuell seien nur knapp 30 Prozent der deutschen Bevölkerung gegen die Grippe geimpft. Mit einer höheren Impfquote könne die Grippe eingedämmt werden. Die Grippeschutzimpfung sei die einzige wirksame Influenza-Vorsorge. Die Experten von AGI und RKI empfehlen die Impfung vor allem Menschen mit einem besonderen Risiko.

Risikogruppen für Grippeinfektion

  • Menschen, die viel Publikumskontakt haben, sind häufig Grippeviren ausgesetzt und daher besonders gefährdet.
  • Das Personal in Gesundheitsberufen hat besonders häufig mit bereits Infizierten zu tun und sollte sich daher besonders schützen.
  • Schwangere haben eine verminderte Immunabwehr und sind daher besonders gefährdet. Grippe verursacht während der Schwangerschaft häufiger Komplikationen und kann darüber hinaus das Ungeborene schädigen. Die Impfquote von Schwangeren ist mit nur 25 Prozent unterdurchschnittlich.
  • Bei chronisch kranken Menschen ist die Grippe besonders gefährlich, weil sie das Komplikationsrisiko der Grunderkrankung erhöhen kann. Außerdem verläuft die Grippe – je nach Grunderkrankung – mitunter schwerer.
  • Ältere Menschen sind besonders grippegefährdet, weil die körpereigene Abwehr altersbedingt nachlässt. Außerdem ist eine Grippe mit steigendem Alter immer schwerer zu verkraften. Die meisten Todesfälle durch Grippe entfallen auf alte Menschen.

Redaktion: ck / Quelle: Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza [PDF] Link, no follow: https://influenza.rki.de/Wochenberichte/2014_2015/2015-06.pdf]

 


 

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