Studie: Bluthochdruck bei erhöhtem Herz-Kreislaufrisiko besser auf 120 senken

Chronische Krankheiten BluthochdruckBei über 50jährigen mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen sollte erhöhter Blutdruck auf einen systolischen Wert von 120 mmHg gesenkt werden. Der systolische Wert ist der erste und höhere Wert des Blutdrucks. Durch die Absenkung auf 120 mmHg lässt sich nach den Ergebnissen einer großen amerikanischen Studie die Zahl der Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen ebenso senken wie die Häufigkeit von Herzinfarkt, Herzschwäche oder Schlaganfall. Bisher wird in der Therapie von Bluthochdruck in der Regel ein systolischer Blutdruck von 140 mmHg angestrebt.

Für die sogenannte „Sprint-Studie“ waren fast 9.400 Menschen untersucht worden. Bei den Teilnehmern handelte es sich nicht um vollkommen gesunde Menschen, sondern um Männer und Frauen mit einem systolischen Blutdruck von mindestens 130 mmHg und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Einer dieser Risikofaktoren war das Alter von mehr als 50 Jahren (Durchschnittsalter 68 Jahre). Gut ein Siebtel der Teilnehmer rauchte. Auch das Gewicht zählt zu den Faktoren, die das Risiko für Erkrankungen von Herz oder Kreislauf erhöhen. Der durchschnittliche Body-Mass-Index lag bei knapp 30 und damit im Bereich der Grenze von Übergewicht zur Fettleibigkeit. Die Teilnehmer der Studie befanden sich bereits in ärztlicher Behandlung. Nicht teilnehmen durften Diabetiker und Menschen, die bereits einen Schlaganfall erlitten hatten.

Sterblichkeit sinkt um ein Viertel, Häufigkeit von Infarkten um ein Drittel

Die Behandlungsdauer im Rahmen der Sprint-Studie erstreckte sich im Durchschnitt auf etwas mehr als 3 Jahre. Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip auf 2 Gruppen verteilt. In einer Gruppe wurde der Bluthochdruck auf 120 mmHg gesenkt, in der anderen Gruppe blieb es bei der Standardsenkung auf 140 mmHg. In der 120-er Gruppe starben während des Untersuchungszeitraumes 3,3 Prozent der Studienteilnehmer. In der anderen Gruppe waren es 4,5 Prozent. Das bedeutet also, dass die Sterblichkeit in der 120er-Gruppe um ein Viertel gesenkt wurde. Die Zahl von Infarkten und Schlaganfällen sank nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde um ein Drittel.

  • So hilft Ihnen das Gesundheitskonto beim Leben mit Bluthochdruck

Nebenwirkungen: Deutlicher Anstieg akuter Nierenversagen

Den Vorteilen steht eine deutlich höhere Quote an Nebenwirkungen gegenüber. So betrug der Anteil der Fälle von akutem Nierenversagen in der 120er-Gruppe 4,4 Prozent im Vergleich zu 2,6 Prozent bei der 140er-Gruppe. Außerdem mussten die Teilnehmer in der 120er-Gruppe im Durchschnitt fast 3 Medikamente (2,8) pro Tag einnehmen. Das ist für Bluthochdruck-Patienten nach Einschätzung von Experten aber nicht ungewöhnlich. Die deutschen Apotheker hatten erst vor kurzem darauf hingewiesen, dass die Einnahme von mehreren Medikamenten auch Risiken birgt, die durch einen Medikationsplan – wie z.B. im Gesundheitskonto von HealthSafe24 – gesenkt werden könnten (siehe auch: Jeder Vierte nimmt mindestens 3 Medikamente gleichzeitig – Medikationspläne senken Risiken).

Deutsche Kardiologen gehen davon aus, dass die Ergebnisse der Sprint-Studie in die nächsten Leitlinien zur Behandlung von Bluthochdruck bei Risikopatienten einfließen werden.

Weitere Informationen zu Bluthochdruck bei HealthSafe24:

Quelle: Spiegel online vom 09.11.2015, Deutsche Hochdruckliga, Redaktion: ck

 


 

Informieren Sie sich über das Gesundheitskonto und testen Sie ohne Risiko

Testen

Lesen Sie hier mehr zu den Vorteilen des Gesundheitskontos. Sie möchten das Gesundheitskonto unverbindlich ausprobieren? Kein Problem! Richten Sie sich einfach ein Konto ein und Sie können innerhalb der ersten 30 Tage jederzeit mit einer kurzen Mail an uns die Nutzung wieder beenden – selbstverständlich ohne dass Ihnen dafür Kosten entstehen.