Stiftung Warentest: Kinder gegen Grippe impfen

Die Grippeschutzimpfung trifft wie viele andere Impfungen immer wieder auf die Skepsis von Eltern. Mit einer Stimme für die Grippeschutzimpfung bei kleinen Kindern meldet sich jetzt die Stiftung Warentest. Die Impfexperten der Stiftung halten eine Grippeschutzimpfung für kleine Kinder für überlegenswert, schreiben die Warentester in ihrem jüngsten Grippe-Special.

Kinder sind am häufigsten von Grippe betroffen

Nach Angaben des Robert-Kmasern-impfungoch-Institutes sind Kinder am häufigsten von der Grippe betroffen. Ihr Infektionsrisiko liegt demnach bis zu 30 Prozent höher als das von Erwachsenen. In der Regel verläuft die Influenza bei Kindern weitgehend harmlos. Ein Drittel zeigt keine Symptome, bei einem weiteren Drittel verläuft die Grippe wie eine Erkältung mit nur einem Fiebertag. Aber das letzte Drittel der Kinder erlebt die Grippe mit mehreren Fiebertagen (oft über 39 Grad), schweren Gliederschmerzen und starkem Reizhusten.

Säuglinge und Kleinkinder mit Grippe müssen häufig im Krankenhaus behandelt werden

Gut ein Viertel der betroffenen Säuglinge und Kleinkinder im Alter bis zu 4 Jahren musste während der schwach ausgeprägten Grippewelle 2013/2014 wegen Grippesymptomen stationär behandelt werden. Häufige Ursache waren Probleme mit der Nasenatmung, die sich bei den Kleinsten schwerer auswirken als bei älteren Kindern und Erwachsenen.

Deutlich höher ist der Anteil der Krankenhauseinweisungen nur bei Grippe-Erkrankten im Alter von mehr als 60 Jahren (58 Prozent).


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Impfung von Kindern könnte Grippewellen eindämmen

Eine Grippeschutzimpfung von Kindern halten die Impfexperten der Stiftung Warentest trotz möglicher Komplikationen für überlegenswert. Für die Impfung spreche auch, dass Kinder wesentlich daran beteiligt sind, die Grippe zu verbreiten. In Schule oder Kindergarten würden die Grippeviren besonders stark weitergegeben. Hier könne eine bessere Impfquote auch dazu beitragen, die Ausbreitung der Grippe einzudämmen.

 

Kinderimpfung gegen Grippe im Ausland

Die flächendeckende Grippeschutzimpfung für Kinder wird auch international diskutiert. In Großbritannien wurde vor 2 Jahren damit begonnen, 2 und 3 Jahre alte Kinder zu impfen. Von diesem Jahr an sollen dann alle Kinder zwischen 2 und 17 Jahren jährlich gegen Influenza geimpft werden. Ähnliche Programme gibt es in Finnland, den USA und Kanada.

Noch keine Empfehlung für Deutschland

In Deutschland hat die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institutes (STIKO) die Grippeschutzimpfung bislang nicht als Standard empfohlen, weil die Grippe bei vielen Kindern milde verläuft. Für Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren mit einer chronischen Erkrankung allerdings empfiehlt die STIKO die Grippeschutzimpfung.

Grippeschutzimpfung mit Nasenspray

Als Impfmethode der Wahl für Kinder bezeichnet das Robert-Koch-Institut die nasale Impfung. Dabei wird der Impfstoff mit einem Nasenspray inhaliert.

Redaktion: ck / Quelle: Stiftung Warentest: Grippewelle in Deutschland: So schützen Sie sich jetzt vor der Grippe [https://www.test.de/Grippewelle-in-Deutschland-So-schuetzen-Sie-sich-jetzt-vor-der-Grippe-4819085-0/?mc=news.2015.02-25-1112]; Ärztezeitung: Kinder impfen, um Alte zu schützen?; Wenn Viren fliegen [http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gesundheit/grippeimpfung-ja-oder-nein-wenn-viren-fliegen/10955980.html]

 


 

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