Weniger Medikamente bringen weniger Kopfschmerzen – Schmerztagebuch unterstützt

Ein kurzes aufklärendes Gespräch mit dem Hausarzt über den Schmerzmittelgebrauch kann wesentlich dazu beitragen, den schmerzmittel-induzierten Kopfschmerz zu lindern oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Darauf deuten die Ergebnisse einer norwegischen Studie hin, über die die Ärztezeitung berichtet. Vielen Patienten sei gar nicht klar, dass Kopfschmerzen sich auf Dauer durch den Einsatz von Schmerzmitteln verstärken können, so die Autoren um Espen Kristoffersen.

Chronische Kopfschmerzen um 50 Prozent vermindert

schmerz-gehirn-empfindenIn ihrem Versuch zeigten die Forscher, dass eine hausärztliche Aufklärung über den Medikamentenkonsum fast die Hälfte der Teilnehmer von ihren chronischen Kopfschmerzen befreite.

Für die Studie baten die Forscher Hausärzte, 24 Patienten mit Kopfschmerzen und einem auffälligen Schmerzmittelgebrauch über den Schmerzmittelkonsum aufzuklären. Wesentliche Inhalte dieses Gesprächs: Der Hinweis, dass Schmerzmittel Kopfschmerzen verursachen können. Und Aufklärung darüber, dass sich beim Absetzen der Schmerzmittel die Kopfschmerzen häufig kurzzeitig verstärken (Rebound-Schmerzen). Das Beratungsgespräch dauerte nicht länger als 10 Minuten.

Die Teilnehmer wurden aus einer Gruppe von Patienten ausgewählt, die mehr als 15 Tage im Monat unter Kopfschmerzen leiden und ebenso an 15 Tagen Schmerzmittel anwenden. Damit erfüllten die Teilnehmer die Kriterien für einen übermäßigen Schmerzmittelgebrauch.

58 Prozent der Teilnehmer nahmen zu Beginn der Studie rezeptfreie Schmerzmittel in unangemessen hoher Dosis ein. 18 Prozent griffen zu oft zu Triptanen. Bei 24 Prozent stellten die Forscher einen Übergebrauch von Medikamentenkombinationen oder Opioiden fest.

Um die Testergebnisse abzusichern, erhielt eine Vergleichsgruppe (36 Patienten) keine Aufklärung vom Hausarzt.

Weniger Schmerzmittel und weniger Kopfschmerzen

Nach der Beratung veränderte sich der Schmerzmittelkonsum deutlich. Mehr als zwei Drittel der Beratungsteilnehmer verringerten ihren Schmerzmittelkonsum. Nach einem Jahr erfüllten nur noch 30 Prozent der Teilnehmer in der Beratungsgruppe die Kriterien für übermäßigen Schmerzmittelgebrauch.

Mit der Anpassung des Schmerzmittelkonsums ließen bei den Teilnehmern der Beratungs-Gruppe auch die Kopfschmerzen nach. Nach einem Jahr hatte die Hälfte keine chronischen Kopfschmerzen mehr. Außerdem hatte die Zahl der Kopfschmerzattacken um bis zu 50 Prozent nachgelassen.

In der Gruppe der Studienteilnehmer, die keine Beratung erhalten hatte, veränderte sich das Leiden hingegen nicht.

Der Entzug von Schmerzmitteln könne nach den Ergebnissen dieser Studie auch in der Praxis eines Hausarztes sehr gut klappen, fassen die Autoren ihre Ergebnisse zusammen.

Schmerztagebuch als Hilfsmittel

Sie leiden unter Kopfschmerzen und möchten den Schmerzmittelkonsum verringern? Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt. Als wertvolles Hilfsmittel in der Therapie von chronischen Kopfschmerzen haben sich Schmerztagebücher etabliert. Im Schmerztagebuch von HealthSafe24 können Sie beispielsweise Schmerzstärke und Schmerzmittelkonsum festhalten. Verlaufskurven zeigen anschaulich, wie Kopfschmerzen auf die Anpassung der Dosis reagieren.



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Redaktion: ck, Quelle: Ärztezeitung online: „Zehnminütige Beratung stoppt Brummschädel“ vom 26. Juni 2015

 


 

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