Langsam Joggen ist am gesündesten

joggenBewegung ist gesund. Daran gibt es keinen Zweifel. Zu viel Bewegung aber kann schaden. Und dabei muss es nicht um Leistungssport gehen. Schon wer mehr als 4 Stunden in der Woche joggen geht oder besonders schnell läuft, kann der Gesundheit schaden. Das hat eine breit angelegte dänische Studie belegt.

Seit fast 15 Jahren untersuchen dänische Forscher in der Copenhagen City Heart Study unter anderem die Vorteile des Joggens. Sie vergleichen die Sterblichkeit von fast 1.100 gesunden Joggern im Vergleich mit gut 4.000 Bewegungsmuffeln. Dabei kamen die Forscher zu einem überraschenden Ergebnis. Nur gemächliches Joggen senkt das Sterberisiko und erhöht die Lebenerwartung. Optimale Ergebnisse erzielen die Jogger, die 2 bis 3 Mal in der Woche langsam (ca. 8 km/h) und nicht länger als 2,4 Stunden insgesamt laufen.

Noch eine Überraschung erlebten die Forscher, als sie die Daten der Viel- und Schnellläufer auswerteten. Wer länger als 4 Stunden pro Woche joggt oder regelmäßig bei hohem Tempo (gleich oder größer 11 km/h), hat das gleiche oder sogar ein höheres Sterberisiko als Menschen, die sich nicht oder nur kaum bewegen.

Lebenserwartung steigt um bis zu 6,2 Jahre

Langsames Joggen vergrößert die Lebenserwartung nach Angaben der dänischen Forscher bei Männern um bis zu 6,2 Jahre. Frauen profitieren etwas weniger, da sie ohnehin schon eine höhere Lebenserwartung haben. Hier beziffert die Studie den Vorteil auf 5,6 Jahre. Die gemächlichen Jogger (bis zu 2,4 h pro Woche bei ca. 8 km/h) haben im Vergleich mit den Nichtjoggern eine um 71 Prozent niedrigere Gesamtmortalität. Als Gesamtmortalität bezeichnen Mediziner die Summe aller Todesursachen in einer Gruppe. In diesem Fall also innerhalb der beobachteten Studienteilnehmer, getrennt nach Joggern und Nichtjoggern.

Das richtige Lauftempo finden

Wer für die Gesundheit laufen geht, kann das richtige Lauftempo mit einer einfachen Regel finden. Nur so schnell laufen, dass man sich noch ohne Anstrengung und Schnaufen mit einem Laufpartner unterhalten kann. Bei sportlich trainierten Läufern ist dies mitunter auch bei hohem Tempo oder langen Laufzeiten möglich. Mit Blick auf die dänische Studie erscheint hier die Kontrolle von Laufzeiten und Tempo empfehlenswert.

Es muss aber nicht immer Joggen sein. Ganz allgemein lässt sich sagen, dass 20 Minuten Bewegung täglich die Gesundheit fördern. So lässt sich beispielsweise oft der Blutdruck ohne Medikamente senken

30 bis 45 Minuten regelmäßiges Spazierengehen oder Wandern an mindestens 4 Tagen in der Woche senkt den systolischen Blutdruck nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga um 4 bis 9 Millimeter auf der Quecksilbersäule (mmHg).

Vorteile verschafft Bewegung auch bei Vorsorge und Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen wie Koronarer Herzkrankheit. Verschiedene Studien haben belegt, dass etwa 2 Stunden Bewegung pro Woche das Risiko für Herzerkrankungen um bis zu 50 Prozent senken.

Redaktion: ck

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