Hochdruckliga: Bluthochdruck bei Kindern wird unterschätzt

hochdruckliga-logoEtwa 650.000 Kinder in Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga (DHL) von Bluthochdruck betroffen. Die Diagnose „arterielle Hypertonie“ im Kinder- und Jugendalter werde gegenwärtig unterschätzt, so die DHL-Sprecherin Professor Renate Oberhoffer bei einer Pressekonferenz in Berlin.

Schon milder Bluthochdruck führe ohne zeitnahes Eingreifen und effektive Nachkontrolle zu einer verkürzten Lebenserwartung, ergänzte der DHL-Vorstandsvorsitzende Professor Martin Hausberg.

Gesunde Ernährung fängt schon im Kindesalter an

Gesunde Ernährung fängt schon im Kindesalter an

Auch bei Kindern und Jugendlichen offenbart sich der Zusammenhang von Übergewicht und Bluthochdruck. Gut ein Viertel der Kinder mit einem BMI größer als 25 zeige erhöhte Blutdruckwerte.

Um dem entgegen zu wirken, sei vor allem eine Verhaltensumstellung notwendig, so Hausberg. In der ärztlichen Praxis müsse es mehr Raum dafür geben, für den Abbau von Übergewicht und mehr Bewegung zu werben. Medikamente seien erst dann einzusetzen, wenn es anders nicht ginge.

Typische Anzeichen für Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen sind nach Angaben der DHL Kopfschmerzen und Konzentrationsmangel.

Vorsorge kann schon im Grundschulalter beginnen

Gut gegen Bluthochdruck: Sich früh an salzarme Kost gewöhnen.

Gut gegen Bluthochdruck: Sich früh an salzarme Kost gewöhnen.

Einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung von Bluthochdruck leistet die Ernährung. Die DHL wünscht sich daher entsprechende Aufklärungsprogramme – und weniger salzhaltige Produkte der Lebensmittelindustrie. Es komme darauf an, Kinder nicht zu sehr an stark salzhaltige Speisen zu gewöhnen, so Professor Hausberg. Studien in China hätten belegt, dass entsprechende Vorsorgeprogramme für die Kinder in der Grundschule dazu beitragen, den Salzkonsum in der Familie insgesamt zu verringern.

In Deutschland nehmen Erwachsene etwa 8 Gramm Salz pro Tag auf. Nach Ansicht der DHL ist das zu viel. Zumal der Salzkonsum von Kindern und Jugendlichen durch salzhaltige Snacks noch höher ausfalle.

Die Gewöhnung an diese Salzmengen sei im Erwachsenenalter nur noch schwer zu verändern, so Hausberg. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, dass die tägliche Salzaufnahme 5 Gramm bei Erwachsenen nicht übersteigt.

Redaktion: ck / Quelle: Deutsche Ärztezeitung vom 5. und 11. Mai 2015

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