Frauen sterben häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Männer

Vielen Menschen gelten Herzinfarkt und Schlaganfall als typische Erkrankungen von Männern. Tatsächlich sterben aber mehr Frauen als Männer an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem ist die Zahl der Todesfälle im Osten Europas deutlich höher als im Rest Europas. Nach einer Studie der Universität Oxford kosten Herz-Kreislauf-Erkrankungen in 53 Ländern Europas und Vorderasiens mehr als 4 Millionen Menschen pro Jahr das Leben.

Darunter sind einem Bericht von Spiegel Online zufolge auch 700.000 Menschen unter 65 Jahren. Mit 45 Prozent seien kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall damit die häufigste Todesursache. Dabei steigt das Risiko vor allem mit dem Alter. Besonders betroffen sind aber auch Menschen in östlichen Ländern sowie Frauen.

2,2 Millionen Frauen betroffen

Chronische Krankheiten Koronare HerzkrankheitMit 2,2 Millionen Todesfällen sterben laut Oxford-Studie Frauen deutlich häufiger als Männer (1,8 Millionen) an den Folgen von Herz- oder Kreislaufleiden. Allerdings erreichen die Frauen dennoch ein höheres Lebensalter.

Die Ursachen für die größere Zahl an Todesfällen bei Frauen sind gegenwärtig noch nicht ausreichend erforscht. Die meisten Teilnehmer an entsprechenden Studien sind nämlich männlich. Spiegel Online zitiert Experten, denen zufolge Frauen möglicherweise zu spät zum Arzt gingen.

Die Deutsche Gesellschaft für geschlechtsspezifische Medizin geht davon aus, dass Frauen das Risiko für Herzerkrankungen unterschätzten. Wahrscheinlich spiele auch eine Rolle, dass das weibliche Herz feiner gebaut sei. Das könne Operationen ebenso erschweren wie die Wirkung von Medikamenten nachteilig beeinflussen.

In Deutschland haben die Frauen nach Angaben der Deutschen Herzstiftung die Männer bei fast allen Herzkrankheiten „überholt“. Nur am akuten Herzinfarkt sterben noch immer mehr Männer als Frauen. Eine der besonders häufigen Todesursachen bei Frauen sei beispielsweise Vorhofflimmern und dessen Folgen.

Sterblichkeit durch Herzleiden geht aber insgesamt deutlich zurück

In den vergangenen 2 Jahrzehnten ist die Sterblichkeit durch einen akuten Herzinfarkt nach Angaben der Deutschen Herzstiftung um 40 Prozent zurückgegangen. Bei der Koronaren Herzkrankheit habe die moderne medizinische Versorgung die Sterblichkeit um 28 Prozent und bei der Herzschwäche um 19 Prozent senken können. Gleichzeitig sank die Zahl der Sterbefälle beim Herzinfarkt von 109 Fällen pro 100.000 Einwohner (1992) auf 65 Fälle pro 100.000 Einwohner im Jahr 2012. Auch bei der Koronaren Herzkrankheit (222 auf 160) und der Herzschwäche (71 auf 58) sei der Trend überaus positiv.

Nach Ansicht vieler Experten ist die positive Entwicklung der Sterbeziffern allerdings gefährdet. Hauptursachen dafür sind Übergewicht und die zunehmende Verbreitung von Diabetes. Beides sind zwei der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen.

Redaktion: ck, Quelle: Europaweite Studie: Frauen sterben häufiger an Herzkrankheiten als Männer (Spiegel Online vom 26. August 2015)

 


 

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