Gesetzlicher Anspruch auf einen Implantatausweis

Vom 1. Oktober 2015 an haben Patienten bei einer Vielzahl von Implantationen einen Anspruch auf einen Implantatausweis. Dieser Ausweis muss in aller Regel vom behandelnden Krankenhaus in Papierform ausgehändigt werden. Aber auch ambulante OP-Zentren oder Ärzte sind verpflichtet, einen Implantatausweis auszustellen.

Bislang waren Implantatausweise nicht bei allen Arten von Implantaten zwingend vorgeschrieben. Das hat – beispielsweise bei Rückrufaktionen von Implantatherstellern – die rechtzeitige und umfassende, schnelle Reaktion im Sinne der Patienten erschwert.

Jetzt muss der Implantatausweis bei den folgenden Implantaten ausgehändigt werden:

  • Herzschrittmacheralle Implantate, die mit einer eigenen Energiequelle ausgestattet sind, also beispielsweise Herzschrittmacher oder Cochlea-Implantate
  • Herzklappen
  • bleibende Gefäßprothesen oder Gefäßstützen wie etwa Stents
  • künstliche Hüft- oder Kniegelenke
  • künstliche Bandscheiben und Wirbelkörperersatzsysteme
  • Brustimplantate

Der Implantatausweis muss folgende Angaben enthalten:

  • Vor- und Zuname des Patienten
  • Bezeichnung, Art und Typ des Implantats mit Seriennummer oder Los-Code
  • Hersteller des Implantats
  • Datum der Implantation
  • Name der Einrichtung
  • Name des verantwortlichen Arztes.

Mehr Sicherheit für die Patienten

Hüftgelenk ImplantatDer Gesetzgeber verspricht sich von der Implantatausweispflicht mehr Sicherheit für die Patienten. Das gilt beispielsweise für den Rückruf von Implantaten. Bislang war es nicht immer leicht genau nachzuvollziehen, welches Implantat einem Patienten eingesetzt worden ist. Diese Information ist mitunter aber von großer Bedeutung.

Ein Beispiel dazu: Ein Hersteller sieht sich gezwungen, eine bestimmte Charge eines Schrittmachers aus technischen Gründen zurückzuziehen. In diesem Fall ist es sehr hilfreich, die genaue Bezeichnung des Schrittmachers zu kennen, um als Patient schnell Gewissheit zu haben, ob das eigene Implantat von dem Rückruf betroffen ist.

Doch diese Informationen lagen bislang nicht immer vor – oder waren nur umständlich zu recherchieren. Das soll der Implantatausweis ändern.

Mit dem Gesundheitskonto ist der Implantatausweis überall verfügbar

Um den vollen Nutzen des Implantatausweises sicherzustellen, empfiehlt es sich, dieses wichtige Dokument sicher aufzubewahren. Idealerweise ist der Implantatausweis so verfügbar, dass Helfer immer schnell alle wichtigen Informationen bekommen. Mit dem Gesundheitskonto von HealthSafe24 wird der gedruckte Implantatausweis digital – und damit überall und jederzeit verfügbar. Das geht im Handumdrehen: Einfach den Implantatausweis mit dem Smartphone fotografieren und dem Gesundheitsordner im Gesundheitskonto hinzufügen.

Der Gesundheitsordner ist der richtige Ort, um alle wichtigen Informationen über Implantate zu speichern, für die es keine Ausweispflicht gibt, beispielsweise Zahnimplantate. Aber auch Angaben über Brillen, Kontaktlinsen oder orthopädische Hilfsmittel wie Orthesen sind im Gesundheitsordner sicher verwahrt – und überall verfügbar.

Redaktion: ck, 1. Oktober 2015

 


 

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