Chronische Krankheiten: Strukturierte Behandlung senkt Risiken

Die strukturierte Behandlung von chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder koronarer Herzkrankheit im Rahmen von sogenannten Disease-Management-Programmen (DMP) senkt das Risiko für Komplikationen und fördert das Erreichen von Therapiezielen. So das Ergebnis der aktuellen Auswertung von 6 Disease-Management-Programmen durch das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung. Für den DMP-Jahresbericht 2013 untersuchten die Wissenschaftler Daten von mehr als 817.000 DMP-Teilnehmern aus der Region Nordrhein.

Deutlicher Rückgang von Folgeschäden bei Diabetes

Blutzucker-messen

Besonders bei Diabetes zeigen Disease Management Programme (DMP) gute Effekte.

Besonders hoch ist der Anteil an Teilnehmern eines Disease-Management-Programmes dem Jahresbericht zufolge bei Diabetikern (bis zu 94 Prozent). Und die hohe Abdeckung geht mit stark sinkenden Komplikationsquoten einher. In der Gruppe der Diabetes-Patienten mit leichten Schädigungen an Nerven, Augen oder Nieren beispielsweise ging die Zahl der folgenschweren Komplikationen deutlich zurück.

  • Die Zahl der Amputationen sank von 292 auf 59 Fälle pro 10.000 Patienten.
  • Noch deutlicher ist der Fortschritt bei Erblindungen. Hier sank die Quote zwischen 2003 und 2013 von 100 auf 15 Fälle pro 10.000 Patienten.
  • Und die Zahl der Dialyse-pflichtigen Diabetiker hat sich fast halbiert: von 98 auf 53 Fälle pro 10.000 Patienten.

Weniger Bluthochdruck durch DMP für koronare Herzkrankheit

Aber nicht nur Diabetes-Patienten profitieren von einer strukturierten Behandlung. Das gilt auch für die gegenwärtig flächendeckend eingeführten Disease-Management-Programme bei Asthma, Brustkrebs, chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) und koronaren Herzerkrankungen (KHK).

Nach Angaben des DMP-Jahresberichtes für Nordrhein nehmen dort mehr als 230.000 Menschen am KHK-Behandlungsprogramm teil. Als Erfolg verbuchen die Wissenschaftler unter anderem, dass unter den Teilnehmern sowohl der systolische als auch der diastolische Blutdruck im Durchschnitt deutlich gesunken seien. Unter den Teilnehmern mit KHK und Blutdruckhochdruck stieg der Anteil der Patienten mit normalem Blutdruck laut Jahresbericht von 60 auf fast 67 Prozent.

Umfassendes Gesundheitsmanagement

Disease-Management-Programme (DMP) zielen nicht nur auf eine möglichst hochwertige und einheitliche medizinische Versorgung der Patienten. Die Krankenkassen beispielsweise tragen zum Erfolg der Programme bei, indem sie die Versicherten gezielt informieren und beim individuellen Gesundheitsmanagement unterstützen.

Redaktion: ck, Quelle: Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein vom 16. Januar 2015

Weitere Nachrichten

 


 

Informieren Sie sich über das Gesundheitskonto und testen Sie ohne Risiko

Testen

Lesen Sie hier mehr zu den Vorteilen des Gesundheitskontos. Sie möchten das Gesundheitskonto unverbindlich ausprobieren? Kein Problem! Richten Sie sich einfach ein Konto ein und Sie können innerhalb der ersten 30 Tage jederzeit mit einer kurzen Mail an uns die Nutzung wieder beenden – selbstverständlich ohne dass Ihnen dafür Kosten entstehen.