Bei Diabetes Nieren regelmäßig untersuchen lassen

Nur regelmäßige Untersuchungen können das Risiko für schwere Nierenschäden (z.B. durch eine diabetische Nephropathie) senken. Die Früherkennung und die rechtzeitige Therapie verlangsamen den Krankheitsverlauf und senken auch die Sterblichkeit, so die Deutsche Diabetes-Hilfe anlässlich des Weltnierentages am 12. März 2015. Nierenerkrankungen sind nach Amputationen die zweithäufigste schwere Komplikation der Zuckerkrankheit (Diabetes).

Schädigung der Nieren bleibt oft lange unbemerkt

Wichtig bei Diabetes: Die Nierenfunktion im Blick behalten.

Wichtig bei Diabetes: Die Nierenfunktion im Blick behalten.

Eine diabetische Nephropathie entsteht, wenn kleinste Blutgefäße in den Nieren durch den hohen Zuckergehalt des Blutes in Kombination mit Bluthochdruck geschädigt werden. Durch die Schädigung der Blutgefäße steigt der Blutdruck weiter an – und die Nierenschäden werden immer umfassender. Ohne gezielte Therapie verstärkt sich dieser Kreislauf bis zum Nierenversagen (Niereninsuffizienz).

Ehe es so weit kommt, bleiben Nierenerkrankungen bei Diabetikern lange ohne spürbare Symptome. Das bedeutet aber nicht, dass diabetisch bedingte Nierenschäden nicht schon früh zu erkennen wären. Ein wichtiger Indikator für die gesunde Nierenfunktion ist die Urinkonzentration eines bestimmten Eiweißes, des Albumins. Daher sollten Diabetiker nach Einschätzung der Deutschen Diabetes-Hilfe die Albuminkonzentration wenigstens 1 Mal im Jahr kontrollieren lassen.

Verlauf der diabetischen Nephropathie

Schon geringe Albuminwerte deuten darauf hin, dass die Nieren das Blut nicht mehr ausreichend reinigen. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang von einer Mikroalbuminurie oder den ersten beiden Stadien der diabetischen Nephropathie.

Das 3. Stadium ist häufig durch ein Ansteigen der Blutdruckwerte gekennzeichnet. In den ersten 3 Stadien sind schwerwiegende Nierenschäden noch durch die Einstellung des Blutzuckerwertes und des Bluthochdrucks behandelbar.

Im 4. Stadium der diabetischen Nephropathie mit hoher Albuminausscheidung (Makroalbuminurie) ins Blut ist eine Blutwäsche (Dialyse) schon unumgänglich. Als 5. Stadium kommt es zum Nierenversagen (Niereninsuffizienz).

 Gesundheitsvorsorge für die Nieren

Neben den regelmäßigen Kontrolluntersuchungen empfehlen Experten zur Vermeidung von Nierenschäden

  • die Blutzuckerwerte gut einzustellen und regelmäßig zu kontrollieren
  • Blutfettwerte in Absprache mit dem Arzt durch geeignete Verhaltensmaßnahmen zu senken und
  • hohe Blutdruckwerte auf einen Wert von 130/80 mmHg zu senken
  • wenig Kochsalz zu sich nehmen und
  • das Rauchen aufzugeben, da Rauchen die feinen Blutgefäße des Körper zusätzlich schädigt.

Fast die Hälfte der Menschen mit Diabetes entwickelt im Laufe der Jahre eine diabetische Nephropathie. Wird eine geeignete Behandlung nicht rechtzeitig eingeleitet, kommt es zur Notwendigkeit einer Dialyse-Behandlung. Bei Früherkennung der Nierenschäden oder einer stringenten Vorbeugung ließe sich das oft vermeiden. Unbehandelt verläuft die diabetische Nephropathie tödlich.

Redaktion: ck / Quelle: Ausführliche Informationen über Diabetes und Nierenleiden auf Diabetes.de

 


 

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