AHF: Operationen immer früher

Kinder mit angeborenem Herzfehler (AHF) werden in Deutschland immer früher und mit weiterhin sehr gutem Erfolg behandelt. Das teilte die Deutsche Gesellschaft für pädiatrische Kardiologie (DGPK) anlässlich der Vorlage des Herzberichtes 2014 mit. Dies gelte sowohl für Kathetereingriffe wie auch für AHF-Operationen am offenen Herzen.

Katheteruntersuchungen in 30 Spezialkliniken

Die Zahl der Herzkathetereingriffe ging 2013 um 5 Prozent auf 8.252 Untersuchungen zurück. Ursache für den Rückgang seien Verbesserungen bei der nichtinvasiven Bildgebung, also bei Echokardiografie, Magnetresonanztomografie und Computertomografie. Die meisten Kathetereingriffe dienten zugleich therapeutischen Zwecken. Das Spektrum reicht laut DGPK von der Herzklappenerweiterung über das Setzen von Stents bis zur Implantation von Pulmonalklappen. Die Sterblichkeit bei diesen Eingriffen liege bei 0,1 Prozent.

Bei den Herzkathetereingriffen bei Menschen mit angeborenen Herzfehlern zeigt sich laut den Zahlen der DGPK ein Trend zur Konzentration auf spezialisierte Kliniken. Die Zahl der Zentren sank 2013 um 9 Prozent. Nur noch 8 Kliniken kommen auf Fallzahlen unter 150 Herzkathetereingriffen pro Jahr.

Operationen bei angeborenen Herzfehlern immer früher

2013 wurden nach Angaben der DGPK 7.241 Kinder mit angeborenem Herzfehler operiert. 85 Prozent der Eingriffe erfolgten unter Einsatz einer Herzlungenmaschine (HLM). Die Vielzahl der Eingriffe entfalle – wie bei den Kathetereingriffen – auf Säuglinge in den ersten 12 Lebensmonaten. Bei den HLM-Operationen sind 43 Prozent der Kinder jünger als 1 Jahr, bei den Operationen ohne Einsatz einer Herzlungenmaschine sogar 80 Prozent.


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90 Prozent der Kinder erreichen Erwachsenenalter

test90 Prozent der Kinder mit angeborenem Herzfehler erreichen mittlerweile das Erwachsenenalter. Die DGPK geht von mehr als 200.000 Erwachsenen in Deutschland mit angeborenem Herzfehler (EMAH) aus.

In der Therapie sei gegenwärtig der Wechsel von der Kinder- in die Erwachsenenkardiologie, die Transition, eine der großen Herausforderungen. Der Übergang berge erhebliche Unsicherheiten und medizinische Versorgungsdefizite.

Die DGPK verweist darauf, dass sie zur Verbesserung der Transitionsmedizin gemeinsam mit den anderen relevanten Fachgesellschaften 15 überregionale EMAH-Zentren etabliert habe. Daneben gebe es 268 zertifizierte Ärzte (191 Kinderkardiologen und 77 internistische Kardiologen), die im Kinderherzführer der DPGK [http://www.kinder-herzstiftung.de/kinderherzfuehrer.php] zu finden seien.

Weiterführende Informationen zur Transitionsmedizin

Redaktion: ck / Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) [http://www.herzstiftung.de/pdf/presse/herzbericht-2014-dgpk-pm.pdf]

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